Meyer, Ralf: Wiederstedter Elegien

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Verkaufspreis16,00 €

Beschreibung

Ralf Meyer
Wiederstedter Elegien
Mit Zeichnungen von Dieter Goltzsche

80 S., geb.
ISBN 978-3-89812-581-9

 

»Muß ich für immer dich teilen mit dem lieblosen Morgen?«
– »Nur wie die Lippen sich teiln, öffnet dein Mund sich zum Kuß.«

In Wiederstedt verbrachte Novalis seine Kindheit, bevor er zum gefürchteten Dichter der Frühromantik avancierte. 200 Jahre später spazieren ein junger Mann und eine junge Frau, geführt von einem seltsamen Alten, durch den Schlosspark und schließen einen Pakt: Solange dem jungen Mann Verse für die Schöne einfallen, wird sie ihn lieben!
Kann die Liebe heilen? Gibt sie, als Abbild und Gegenentwurf zur Welt, gleichsam den Schlüssel für eine vorgestellte zukünftige Ordnung, in der einzig die Liebe regiert? – In nahezu klassischen Elegien wird eine Geschichte erzählt, von ihrem Anfang bis zum vorläufigen Ende. Denn die Liebe ist eine Lebenskunst, die erlernt werden muss.

Autor

Ralf Meyer, geb. 1970 in Eisleben, studierte verschiedene Geisteswissenschaften. Er lebt in Halle und arbeitet als Theaterdramaturg und Dozent für Diktion.

Illustrator

Dieter Goltzsche, geb. 1934 in Dresden, studierte in Dresden und war Meisterschüler bei Max Schwimmer. Er lehrte als Professor an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. Der mehrfach ausgezeichnete Künstler schuf eine Vielzahl von Zeichnungen zu den Elegien. Er lebt und arbeitet in Berlin und Dresden.

Pressestimmen

»Minutiös zeichnet Meyer den Verlauf der Liebesbeziehung nach: von der höflich zögerlichen Annäherung über wilde nächtliche Begegnungen bis zur Abkühlung der Leidenschaft. Anders als die Dichter der Moderne schreibt Meyer die Geschichte nicht um, verweigert den Traditionsbruch. Seine antimodernistischen Verse – immer perfekt in elegischem Versmaß und Kreuzreim – sind ganz für die Geliebte geschrieben und spiegeln Glanz und Elend des Eros in Gedanken.«
Die Welt, 11. April 2009

»Ein Stück wagemutig beherzter Poesie, altmeisterlich jung von Dieter Goltzsche bebildert.«
Mitteldeutsche Zeitung, 24. März 2009

»Dass ein junger deutscher Dichter des 21. Jahrhunderts es wagt, die Pathos implizierende lyrische Strukturform aufzunehmen und sie dabei gar nicht etwa parodistisch zu handhaben, ist ebenso außergewöhnlich wie buchenswert – und Letzteres insofern, als das Ergebnis eine reine Freude ist.«
Neues Deutschland, 12. März 2009