Biller, Georg Christoph: Die Jungs vom hohen C

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Verkaufspreis12,00 €

Beschreibung

Georg Christoph Biller
Die Jungs vom hohen C
Erinnerungen eines Thomaskantors
Aufgeschrieben und mit einem Nachwort von Thomas Bickelhaupt

160 S., Br., 135 × 210 mm, s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-951-0

Erschienen: Dezember 2017


Über zwei Jahrzehnte hat Georg Christoph Biller den Leipziger Thomanerchor geleitet, bevor er das Amt 2015 abgab. Im Ergebnis vieler Gespräche mit dem Autor Thomas Bickelhaupt entstand dieser Erinnerungsband. Darin berichtet der Kirchenmusiker freimütig über Wege und Umwege aus einem mitteldeutschen Pfarrhaus an die Spitze des weltberühmten Knabenchores. Die Erinnerungen lassen Billers Thomaner-Zeit von 1965 bis 1974 ebenso lebendig werden wie das folgende Studium und die Jahre als Dirigent, Gesangssolist und Chorleiter. Anhand konkreter Beispiele werden die sich aus der staatlichen Kulturpolitik der DDR ergebenden Konsequenzen für damaliges künstlerisches Wirken aufgezeigt. Die persönlichen Gedanken zur Tätigkeit als 16. Thomaskantor nach Johann Sebastian Bach ab 1992 verbindet Biller wiederum mit kritischen Reflexionen über die besonderen musikalischen und menschlichen Herausforderungen dieses Amtes. Biografische Notizen, eine Diskografie und ein Verzeichnis der Kompositionen von Biller komplettieren den Band.

Autoren

Georg Christoph Biller, geb. 1955 in Nebra, 1965–1974 Thomaner unter den Thomaskantoren Erhard Mauersberger und Hans-Joachim Rotzsch, 1976–1980 Studium an der Hochschule für Musik »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig (Orchesterdirigieren bei Rolf Reuter und Kurt Masur, Gesang bei Bernd Siegfried Weber). 1980, im letzten Studienjahr, Chordirektor des Leipziger Gewandhauses, zugleich Dozent für Chorleitung an der Kirchenmusikschule Halle (Saale). 1992 nach der Tätigkeit als Dozent für Chordirigieren an den Musikhochschulen Detmold und Frankfurt am Main als Thomaskantor an der Leipziger Thomaskirche berufen. Engagements mit dem Thomanerchor und zuvor als Gesangssolist führten ihn nach Asien, Australien, Südamerika, in die USA und in die meisten europäischen Länder. Zum 31. Januar 2015 Rücktritt als Thomaskantor aus gesundheitlichen Gründen. 2014 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse für sein gesellschaftliches Wirken und seine Verdienste um Sachsen und besonders um Leipzig.

Thomas Bickelhaupt, geb. 1952, stammt aus Südthüringen und kennt Georg Christoph Biller seit der gemeinsamen Thomaner-Zeit in den 1960er Jahren. Seit 1976 lebt der Journalist und Autor in Weimar, wo er unter anderem zwei Jahrzehnte für die Nachrichtenagentur Evangelischer Pressedienst (epd) arbeitete. Neben Bildbänden über alte Kulturlandschaften wie Thüringen und die Lausitz erschienen 2009 seine umfassende Bild-Text-Dokumentation »DDR – Ein fernes Land« und 2016 die Monographie »Johann Sebastian Bach in Leipzig«.

Pressestimmen

»Kirchenmusiker und -musikerinnen aus der ehemaligen DDR werden bei der Lektüre des Buches feststellen, dass sich, ob kleine oder große Stelle, die Bilder oftmals gleichen. In jedem Fall vermittelt das Buch ein Stück der Geschichte der Kirchenmusik in der DDR. Eine Diskographie und ein Verzeichnis der Kompositionen Billers komplettieren den Band.«
Dr. Klaus-Jürgen Gundlach, Musik & Kirche, November/Dezember 2018 und Forum Kirchenmusik, Ausgabe 5/201

»Es ist ein steiniger und holpriger Weg bis an die Spitze des weltberühmten Knabenchors, und all dies beschreibt Biller in dem Werk.«
Martha Johanna Engel, Leipzig lauscht, 18. März 2018

»Biller erzählt pur und ohne Etikette.«
Romy Gehrke, MDR Thüringen Journal, 13. Februar 2018

»Ein überaus informatives Erinnerungsbuch.«
Kai Agthe, Mitteldeutsche Zeitung, 7. Februar 2018

»Der frühere Thomaskantor Georg Christoph Biller legt seine Lebenserinnerungen vor – und gibt überraschende Einblicke.«
Matthias Caffier, Der Sonntag, 28. Januar 2018

»Es klingt recht souverän, wie er erzählt. Und genau so kennt man ihn: ein Mann, der mit seiner Stimme (er war ja auch gefragter Sänger) und seiner Präsenz Räume füllen kann und vor allem: Emotionen vermittelt. Wenn er sich zu Wort meldete, dann wusste man: Er glüht für die Sache.«
Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung, 21. Dezember 2017