Mortschiladse, Aka: Santa Esperanza

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Verkaufspreis36,00 €

Beschreibung

Aka Mortschiladse
Santa Esperanza
Ein Kosmos aus vielen Romanen
Aus dem Georgischen von Natia Mikeladse-Bachsoliani

760 S., geb., 135 × 210 mm
ISBN 978-3-95462-983-1

Erschienen: Dezember 2017


Kompendium einer fiktiven Inselgruppe und ein kunterbuntes Leseerlebnis!

Aka Mortschiladses meisterhafte Persiflage auf seine Heimat Georgien entführt den Leser in die faszinierende Welt der imaginären Santa-Esperanza-Inseln im Schwarzen Meer. Der Archipel versinkt nach der Entlassung in die Unabhängigkeit durch die »Anglesen« im Bürgerkrieg. Die arroganten Wisramiani, die einflussreichen genuesischen Händler Da Costa und die barbarischen Sungalen kämpfen erbarmungslos um die Macht. Und der greisen Agatia, Nachfahrin des einstigen Machthabers, gelingt es nicht, für Frieden zu sorgen. Aus unzähligen Fragmenten – Mythen und Sagen, uralten Chroniken, Tagebucheinträgen, Liebesgeschichten, Flaschenpost, aber auch E-Mails, Zeitungsartikeln und Reiseberichten sowie mit allerlei literarischen Anspielungen von Shakespeares »Romeo und Julia« über die Brüder Kain und Abel bis hin zu Stevensons »Schatzinsel« gespickt, erschafft er einen farbenprächtigen Kosmos.
In dem Roman aus 36 Heften kann sich der Leser nach Lust und Laune »herumtreiben«: Sie lassen sich in jedweder Reihenfolge lesen, und fügen sich doch immer wieder wie ein Puzzle zusammen.

Autor

Aka Mortschiladse, geb. 1966 in Tbilissi, ist einer der bekanntesten georgischen Schriftsteller der Gegenwart. Er studierte Geschichte an der Staatlichen Universität Tbilissi. Bisher hat er über 20 Romane und zwei Kurzgeschichtenbände veröffentlicht und gewann in Georgien zahlreiche Literaturpreise, zuletzt für »Obolé« den Saba-Preis für den besten Roman des Jahres 2011. Er lebt und arbeitet in London.

Pressestimmen

»Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der erneuten Unabhängigkeit Georgiens entwickelte sich die jetzt wahrzunehmende Gegenwartsliteratur, angeführt von Aka Mortschiladze mit seinem Roman ›Santa Esperanza‹.«
Harald Loch, Nürnberger Nachrichten, 10. Oktober 2018

»Es sind alles Volltreffer, die danebengehen – neben die nüchterne Realität. ›Santa Esperanza‹ ist wie Urlaub auf einer Insel im Schwarzen Meer oder im Literaturland Georgien.«
Harald Loch, Saarbrücker Zeitung, 9. Oktober 2018

»Aka Mortschiladzes Historien-Parodie ›Santa Esparanza‹ gilt als einflussreichster jüngerer Roman.«
Stefan Mesch, Spiegel Online, 9. Oktober 2018

»[…] die schrägsten Inselbewohner (ob Dichter, ob Gangster, ob Tagediebe) wachsen dem Leser rasch ans Herz und machen neugierig auf das Land. Auf das erdachte ebenso wie auf das reale Vorbild am Kaukasus.«
Wolfgang Pichler, Bonner General Anzeiger, 8. Oktober 2018

»Mortschiladse entfaltet darin ein beeindruckends Panorama des fiktiven, im Schwarzen Meer gelegenen Inselstaates Santa Esperanza, das zahlreiche Verweise auf Georgien beinhaltet.«
Tobias Lambert, Südlink, September 2018

»Erstmals 2004 erschienen ist das Buch politisch immer noch aktuell, dabei – und das macht das Besondere aus – wie ein unterhaltsamer Abenteuerroman zu lesen.«
Stefan Möller, Leo – Das Anhalt Magazin, September 2018

»Mit Aka Morchiladze ist ein Autor aus Georgien zu entdecken, der sehr welthaltig, aber auch literarisch avanciert von den kaukasischen Wirren erzählt.«
Jan Wiele, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Juni 2018

»Wer sich auf diese Expedition einlässt […] kommt aus dem Stauen nicht mehr heraus.«
neues deutschland, 19. April 2018

Interview

Your novel »Santa Esperanza« resists linear reading and is composed of a collection of chapters referring to a card game that is repeatedly mentioned in the novel. What gave you that idea?
36-card deck gave the idea. A card deck has no beginning and no end. Contrary, a book starts and finishes. I decided to mix these two things. The idea of using some real card games seemed to me boring. As the world of Santa Esperanza was created together with its ethnography and history, I added the local card game too.

How does your Georgian background or Georgia itself influence your writing?
I think it not only influences. I'm part of it. I have some understanding of cultures I lived in, but never felt that kind of strength, or aggression which usually crowds out your own culture from your body. So, my writing is Georgian, even more than my beard :)

Which writers inspire(d) you the most?
Different writers in different periods of life, of course. Most of them were Anglo-Americans. Also some French, German and Japanese. For example, Michael Kohlhaas by von Kleist is still my favorite reading. But influences turned into useful instruments in my mind long ago. As for inspiration, there are some books which always inspire you, and there are some, which had never had that gift.