Asch, Ronald G. (Hg.): Das Tagebuch Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656)

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Verkaufspreis54,00 €

Das Tagebuch Christian II. von Anhalt-Bernburg (1599–1656)
Ein Selbstzeugnis aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges
Herausgegeben, ausgewählt und kommentiert von Ronald G. Asch
Quellen und Forschungen zur Geschichte Sachsen-Anhalts, Bd. 34
Fachbuch

ca. 354 S., geb., 155 × 230 mm
ISBN 978-3-68948-143-8

ET: Oktober 2026


Die Tagebücher Christians II. von Anhalt-Bernburg stellen eine in ihrem Materialreichtum einmalige Quelle für die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges dar. Sie dokumentieren die Jahre 1621 bis zu seinem Todesjahr 1656. 
Der besondere Wert der Aufzeichnungen liegt dabei nicht nur in der Vielfalt der Perspektiven, die andere Selbstzeugnisse so oft nicht zu bieten vermögen, sondern auch in den besonderen Voraussetzungen, die ihr Autor als Verfasser mitbrachte. Zum einen hatte er als Reichsfürst privilegierten Zugang zum kaiserlichen Hof und zu anderen Residenzen und war zugleich Teil eines Netzwerkes von Kontakten, das sich bis an den Rand des Reiches und darüber hinaus etwa in die Niederlande oder nach Italien erstreckte. 
In insgesamt 23 handschriftlichen Bänden führte Christian II. Buch nicht nur über seine eigenen Kriegserfahrungen, sondern auch über seine Reisen, seine Träume und seine persönlichen Bedrängnisse. Christian zeigt sich als ausgezeichneter Beobachter, dessen Interesse weit über das rein Politische oder das Schicksal seiner Stammlande hinausreichte. Es dürfte wenige Menschen dieser Epoche geben, deren Kriegserfahrungen und deren Wahrnehmung des Zeitgeschehens, aber auch deren seelische Bedrängnis und deren Ängste so detailreich und in solcher Tiefenschärfe in Ego-Dokumenten aufgezeichnet sind wie die Christians von Anhalt.
Aus der Fülle dieses Materials bietet der vorliegende Band eine mit erläuternden Anmerkungen ergänzte Auswahl, die sich auf die Wendepunkte des Krieges und wichtige Einschnitte im Leben des Autors konzentriert.


Prof. Dr. Ronald G. Asch, geb. 1953 in Hamburg. Er hat in Kiel, Tübingen und Cambridge studiert und wurde in Münster 1992 habilitiert. Von 1996 bis 2003 lehrte er an der Universität Osnabrück. 2003–2021 war er Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit in Freiburg i. Br. Zu seinen Forschungsgebieten gehören die Geschichte des Dreißigjährigen Krieges und Großbritanniens sowie von Hof und Adel in der Frühen Neuzeit.