Franke, Andreas/Steinberg, Detlev: Wünsdorf

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Verkaufspreis24,95 €

Beschreibung

Andreas Franke/Detlev Steinberg
Wünsdorf
Eine russische Stadt in der DDR – 20 Jahre nach dem Abzug der Sowjetarmee
Mit einem Nachwort von Dr. Helmut Domke
Deutsch/Russisch
Bildband

120 S., geb., 220 × 250 mm, s/w- und Farbabb.
ISBN 978-3-95462-245-0

Erschienen: Februar 2014

Prädikat Deutscher Fotobuchpreis »Nominiert 2015«

 

Eine russische Stadt in der DDR – 20 Jahre nach dem Abzug der Sowjetarmee

Wünsdorf. Fast 100 Jahre lang war das ein Synonym für das zeitweise wichtigste Militärgelände Deutschlands. Kriegsgefangenenlager, Panzertruppenschule, Fernmeldezentrale, Oberkommando des Heeres und schließlich Sitz des Oberkommandos der Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland. In einer eigenen Stadt mit Kindergärten, Schulen und Geschäften lebten hier zu Spitzenzeiten rund 75.000 sowjetische Staatsbürger: Männer, Frauen und Kinder. Mit dem Abzug der Roten Armee entstand 1994 eine Geisterstadt. 
Detlev Steinberg dokumentierte von 1992 bis 1994 den Abzug der Truppen. Seine einfühlsamen Schwarz­Weiß­Aufnahmen zeigen den Alltag der Soldaten. Andreas Franke fotografiert seit 2003 das verlassene Militärgelände und den langsamen Zerfall der zahlreichen Gebäude.

FOTOGRAFEN

Detlev Steinberg, geb. 1944 in Breslau, ab 1957 Fotografie, Ausbildung zum Offsetdrucker, Journalismusstudium, ab 1964 Bildreporter u.a. in Osteuropa und Südamerika, seit 1990 freier Fotograf, 1992–1994 Dokumentation des Abzugs der russischen Streitkräfte. Er lebt in Berlin.
Andreas Franke, geb. 1976 in Berlin, ab 1984 Fotografie und Fotoentwicklung, kaufmännische Ausbildung, seit 2005 Reportagefotografie für renommierte Organisationen, seit 2003 Dokumentation des Militärgeländes Wünsdorf. Er lebt in Wünsdorf.

Pressestimmen

»Franke und Steinberg haben mit Wünsdorf ein eindringliches, stilles Kunstwerk geschaffen, das den Betrachter veranlasst, sich mit den eigenen Vorurteilen auseinanderzusetzen, die man sowjetischen oder russischen Soldaten entgegen zu bringen schnell bereit ist. Es macht nachdenklich. Nach dem Betrachten des Bandes und dem Lesen des aufschlussreichen Nachworts möchte man sich selbst auf den Weg nach Wünsdorf machen, um in dieses eigenartige Stück preußisch-deutscher Geschichte einzutauchen und direkt zu hören, was die abblätternde Farbe, die Steine, die Mauern und die Bunker zu erzählen haben.«
Heike Tausch, Deutschlandradio Kultur, 12. Juli 2014

»Die Gegenüberstellung der Perspektiven macht den hochwertig produzierten Band zu einer auch emotional eindrucksvollen Präsentation.«
Peter Degener, Märkische Allgemeine Zeitung, 22./23. Februar 2014