Der Wiener Kongress 1815 und die Folgen für Sachsen

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Verkaufspreis19,00 €

BESCHREIBUNG

Birgit Richter (Red.)
Der Wiener Kongress 1815 und die Folgen für Sachsen
Fachkolloquium des Sächsischen Staatsarchivs
22. April 2015, Staatsarchiv Leipzig
Veröffentlichungen des Sächsischen Staatsarchivs,
Reihe A: Archivverzeichnisse, Editionen und Fachbeiträge, Bd. 18

104 S., Br., DIN A4, Farb- und s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-577-2

Erschienen: November 2015

 

Fachkolloquium des Sächsischen Staatsarchivs
Der Tagungsband vereint die Beiträge des vom Sächsischen Staatsarchiv, Staatsarchiv Leipzig, am 22. April 2015 veranstalteten Fachkolloquiums „Der Wiener Kongress 1815 und die Folgen für Sachsen“. Anlässlich des 200. Jahrestages des Friedensvertrages der europäischen Mächte vom Juni 1815 beleuchteten ausgewiesene Historiker und Archivare aus Sachsen und Sachsen-Anhalt die rechtlichen und territorialen Veränderungen sowohl für das Königreich Sachsen insgesamt als auch für einzelne Herrschaftsgebiete.
Dabei standen das zwischen Dialog und Rivalität schwankende nachbarschaftliche Verhältnis Preußens und Sachsens seit dem 17. Jahrhundert ebenso im Fokus wie die „sächsische Frage“ auf dem Wiener Kongress. Bei den verschiedenen Varianten und Vorschlägen einer neuen Grenzziehung zwischen Preußen und Sachsen waren am Ende weniger Verwaltungs- oder natürliche Grenzen entscheidend, sondern für die Siegermacht Preußen eher die Zahl der zugewonnenen Einwohner als Steuerzahler. Die Verhandlungen um den endgültigen Verlauf der neuen Staatsgrenze gestalteten sich auch mangels eindeutiger Festlegungen im Vertragswerk und fehlerhafter Kartengrundlagen für die Grenzziehungskommissionen äußerst langwierig und führten zu einem wiederholten Wechsel von Territorien und Ortschaften im Grenzgebiet bis ins Jahr 1818. Den Auswirkungen auf geteilte Rittergüter und Herrschaften, dem Umgang des Merseburger Domkapitels mit den Veränderungen und dem Wechsel der thüringischen Besitzungen Henneberg-Schleusingen nach Preußen sind weitere Beiträge gewidmet, die aufgrund neuer Quellenforschungen auf bislang weitgehend unbekannte Fakten, Entwicklungen und Zusammenhänge verweisen. Das Schicksal der Archive und Registraturen selbst, deren Aufteilung zwischen Sachsen und Preußen der Friedensvertrag bestimmte, steht im Mittelpunkt eines weiteren Artikels.
In Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden entstand eine Übersichtskarte, die den Grenzverlauf zwischen 1807 und 1818 veranschaulicht. Sie visualisiert die verschiedenen Teilungsvorschläge zwischen Dezember 1814 und Februar 1815 sowie nachfolgende Grenzkorrekturen und ist in diesem Band enthalten.

Inhalt

Andrea Wettmann: Grußwort …7
Winfried Müller: Dialog und Rivalität. Sachsen und Preußen vom Ende des Alten Reiches bis zum Wiener Kongress …9
Matthias Donath: Wie Sachsen geteilt wurde. Die „sächsische Frage“ auf dem Wiener Kongress …21
Josef Matzerath: „Es ist jetzt eine fatale Zeit“. Die Wahrnehmung der Landesteilung aus der Sicht des sächsischen Adels …32
Jörg Brückner: „Daß bald auch uns die beßre Zeit erblühe“. Umbruch und Neuordnung in der Grafschaft Henneberg …40
Volker Jäger: Trennung mit Hindernissen. Die Landesteilung in Nordwestsachsen …52
Jens Kunze: Zerteilte Rittergüter. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Folgen der neuen Grenzziehung für die betroffenen Herrschaften …63
Markus Cottin: Der Besitz des Merseburger Domkapitels im Leipziger Land und die Teilung von 1815 …76
Eckhart Leisering: Die Sonderung der Archive zwischen Sachsen und Preußen nach den Bestimmungen des Friedensvertrags vom 18. Mai 1815 …84
Frank Reichert: Kartengrundlagen zur Festlegung, Markierung und Dokumentation der sächsisch-preußischen Teilungsgrenze von 1815 …96
Autorenverzeichnis …104