Spyra, Michael: Auf die Äpfel hatte der Herbst geboxt

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Verkaufspreis9,95 €

Beschreibung

Michael Spyra
Auf die Äpfel hatte der Herbst geboxt
Gedichte

80 S., KlBr., 130 x 200 mm, mit s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-469-0

Erschienen: Dezember 2014

 

Offen und geschlossen zugleich präsentiert sich das lyrische Debüt von Michael Spyra, kühl und flackernd, aber- und vorwitzig, auch ernst. An den strengen Gedichtformen sind die Zyklen dieses Bandes geschult, durch ihre Kenntnis und Praxis erst erlangt Spyra die Freiheit, mit ihnen, sei es maßvoll oder aufgebrochen, doch stets souverän umzugehen.

Autor

Michael Spyra, geb. 1983 in Aschersleben, lebt und arbeitet in Leipzig. Studium der Germanistischen Literaturwissenschaft am Leipziger Literaturinstitut sowie der Sprechwissenschaft, Abschluss als Sprechwissenschaftler 2011. Tätigkeit als Facherzieher für Sprachförderung und Sprachentwicklung. 2016 wird Michael Spyra der Förderpreis des »Klopstock-Preises für neue Literatur« des Landes Sachsen-Anhalt zugesprochen.

Pressestimmen

»Neben dem Sonett gebraucht er die schwierigen antiken Formen, die klassische Elegie und die Ode (letztere zuweilen sogar leicht gegen den Strich gebürstet), benutzt den Reim wie den Anklang gemäß der ihnen innewohnenden Möglichkeiten.«
Jury des Klopstock-Förderpreises für neue Literatur des Landes Sachsen-Anhalt, September 2016

»Spyras Texte sind ein Genuss fürs Ohr, auch weil er sich der Stile vergangener Epochen bedient, als hätte Robert Gernhard Pate gestanden.« Südkurier, 08. Juni 2016

»Einige Gedichte sind so, dass sie nahezu auffordern, Michael Spyra dafür zu danken, etwas so gutes, Originelles geschrieben zu haben.«
Christine Bose, jim-das magazin, 05. Februar 2015

»Bemerkenswert groß ist die Zahl der Formen, in denen seine Gedichte daherkommen. Dabei ist Spyras Umgang mit den formalen Anforderungen erfrischend entspannt, geradezu hemdsärmelig bisweilen. Nicht minder beeindruckend die inhaltliche Vielfalt des Bandes.«
Dirk Uwe Hansen, signaturen-magazin.de, 26. Januar 2015

»Ein Gedichtband für Leute, die ihre Freude haben am Spiel mit (klassischen) Formen und Inhalten, und an der sächsischen Dichterlust, die Dinge auch im Gedicht nicht so heikel und ernst zu nehmen. Jedes einzelne Gedicht ist ein Spiel mit vertrauten Klängen, als spaziere Spyra durch die Welt der jüngeren und älteren Dichter aus dieser Landschaft und probiere ihre Kleider an – jedes Gedicht ist eine kleine Hommage, auch wenn er eigene Themen und Geschichten erfindet.«
Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung, 17. Dezember 2014

Interview

Wollten Sie schon immer ein Lyriker werden?
Die Frage amüsiert mich, weil sie mich an den Berufslyriker erinnert. Und der ist ja, bis auf wenige Ausnahmen, wie Ulla Han, Jan Wagner oder Monika Rinck, leider eine Utopie.
Ich war bis zu meinem sechzehnten Lebensjahr Wettkampfschwimmer, hatte es bis dahin versäumt ein Instrument zu erlernen und war immer mit sehr talentierten bildenden KünstlerInnen befreundet. Die Wahl meines künstlerischen Ausdrucksmediums folglich, um mit der Welt meinen Blick auf ihren spannendsten Teil zu teilen, war beschränkt. Also irgendwie nein und trotzdem ja.

Wie beginnen Sie ein Gedicht zu schreiben?
Mit einem Parker Jotter in ein liniertes Moleskine Notizbuch. Selten anders, weil die Ideen oder fertigen Verse, Einfälle oder Erleuchtungen, Wendungen, Formulierungen oder Aufgeschnapptes, sich selten so lange geduldet, bis ich an meinem Rechner sitze.

Wie bekamen Sie die Idee einen Lyrikband mit dem Titel »Auf die Äpfel hatte der Herbst geboxt« zu verfassen?
Der Band ist eine Sammlung meiner Gedichte von 2002 bis 2014, zu den drei Kapitelüberschriften habe ich mich von Adolf Endlers Buch »Das Sandkorn« inspirieren lassen und der Titel entstammt einem Gedicht, das es nicht in die Auswahl geschafft hatte. Mein Verleger hatte mich aber auch ermutigt.