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Sobiella, Jörg: Weimar 1919

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Verkaufspreis25,00 €
 

Jörg Sobiella
Weimar 1919
Der lange Weg zur Demokratie
Sachbuch

616 S., geb., 135 × 210 mm, s/w-Abb.
ISBN 978-3-96311-146-4

Erschienen: März 2019


100 Jahre Geburt der deutschen Demokratie

Ein verlorener Krieg, eine Revolution, ein hungerndes Volk – und ein Parlament, das den Weg in eine demokratische Republik ebnete. Doch wieso kam die verfassunggebende Nationalversammlung in das kleine Weimar und tagte nicht in Berlin? Wie lernten die neuen Politikerinnen und Politiker – allesamt »kleine Leute« – das Handwerk des Regierens? Was gelang, was misslang ihnen bei Lösung der ungeheuren Probleme? Wer waren die Abgeordneten, mit welchen Hoffnungen kamen sie, mit welchen Enttäuschungen verließen sie Weimar?
Jörg Sobiella erzählt vor dem Hintergrund der extremen politischen Wechselfälle anhand unbekannter Geschichten aus Zeitungen, Memoiren und Tagebüchern die Geschichte der zeitweiligen »Hauptstadt« Weimar im parlamentarischen Ausnahmezustand. Es entsteht ein faszinierendes Panorama vom Gründungsparlament der Weimarer Republik, der Stadt, die der Republik den Namen gab, und dem Land, das auf eine bessere Zukunft hoffte.
Jörg Sobiella, 1954 geboren in Wernigerode/Harz. Studium der Journalistik in Leipzig, externes Geschichts- und Literaturstudium. Beschäftigt in den Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar (heute: Klassik-Stiftung Weimar), 1984–1991 Dramaturg und 1989–1991 zusätzlich Leiter des Kabaretts »Fettnäppchen« in Gera, seit 1992 Redakteur beim Radiosender MDR Kultur. Sobiella lebt in Erfurt.
Am 20. Januar 1919 traf im Weimarer Rathaus ein Telegramm aus Berlin ein. Am Tag zuvor hatten die Wahlen zur Nationalversammlung stattgefunden, das gewesene Kaiserreich war auf dem Weg zur parlamentarischen Demokratie. Die Beförderung der Depesche duldete keinen Aufschub, ihr Inhalt war von höchster Wichtigkeit; Oberbürgermeister Dr. Donndorf dürfte den Bescheid aus der Reichshauptstadt mit gemischten Gefühlen entgegengenommen haben – mit Stolz für seine Vaterstadt, aber auch mit Beklommenheit, was sie demnächst erwarte: »Reichsregierung hat beschlossen, die verfassungsgebende deutsche Nationalversammlung am 6. Februar 1919 zusammentreten zu lassen. Bitte Unterbringungsfrage unter Heranziehung von Apolda, Erfurt und Jena zu klären und zu diesem Zweck Beschlagnahme der nötigen Hotelräume usw. in Erwägung zu ziehen. […] Staatssekretär des Innern, gez. Preuß.« Umgehend erfolgte die Antwort ebenfalls per Telegramm: »Der Reichsregierung, die Weimars alten Ruhm durch Einberufung der verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung in Weimars Mauern ehrt, huldigen freudig bewegt, doch in voller Erkenntnis der ihnen auferlegten Verantwortung die Gemeindebehörden von Weimar. Oberbürgermeister Donndorf.«
»Ein Sittengemälde demokratischen Beginnens in antirevolutionärer Kontinuität«
Thüringer Allgemeine, 29. Juli 2019

»Der Autor Jörg Sobiella beschreibt den spannenden Auftakt der Weimarer Republik.«
Tibor Pézsa, Hessische/Niedersächsische Allgemeine, 22. Juni 2019

»Wer meint, dazu könne nichts Neues mehr geschrieben werden, hat dieses fein gezeichnete Porträt des langen Wegs zur Demokratie noch nicht gelesen.«
Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur-, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei des Freistaats Thüringen, 1. April 2019

»Sobiella verfügt über eine bewundernswerte Quellenkenntnis. So sollte auch über andere politische Ereignisse des 20. Jahrhunderts berichtet werden.«
Franz Joachim Schultz, alliteratus.com, Mai 2019

»Was die Leser dieses Buches in einer unglaublichen Dichte und Plastizität erleben, hat kein einziger Zeitgenosse so jemals erfahren.«
Ralf Julke, Leipziger Internet Zeitung, 28. April 2019
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