Schilling, F.: Die Zeugen Jehovas in der SBZ/DDR 1945 bis 1951

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Verkaufspreis25,00 €

BESCHREIBUNG

Falko Schilling
Die Zeugen Jehovas in der SBZ/DDR 1945 bis 1951
Neuanfang, Behinderung und Verfolgung
Studienreihe der Landesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt,
Band 3

128 S., Br., 148 × 210 mm
ISBN 978-3-95462-302-0

Erschienen: September 2014

 

Neuanfang, Behinderung und Verfolgung

Charles Taze Russell gründete 1881 die „Wachtturm Bibel- und Traktat-Gesellschaft“. Dies war die Geburtsstunde der Zeugen Jehovas, die sich in den kommenden Jahrzehnten als international agierende christliche Sekte etablierten. Wegen der konsequenten Ausrichtung ihres Lebens auf ihre religiösen Gebote kam es in der Folge regelmäßig zu Konflikten mit den jeweiligen Staatsgewalten, insbesondere im „Dritten Reich“ und der DDR.
Falko Schilling beschreibt unter besonderer Berücksichtigung der religiösen Lehren die Nachkriegsgeschichte der Zeugen Jehovas in Ostdeutschland. Der Autor stützt sich dabei insbesondere auf Quellenschriften der Zeugen Jehovas und Archivalien staatlicher Instanzen.
Dabei wird u.a. das widersprüchliche Verhalten sowjetischer und staatlicher Instanzen kurz nach Kriegsende dargestellt, ebenso die zunehmende Konfrontation zwischen den SED-gelenkten Behörden und der Sekte nach der Gründung der DDR, die in diversen Gerichtsverfahren mündete. Beim Verbot der Zeugen Jehovas und ihrer strafrechtlichen Verfolgung arbeiteten der Staatssicherheitsdienst und die Justiz der DDR Hand in Hand. Die Abhandlung zeigt an diesem Beispiel, dass bereits die frühe DDR keinen Spielraum für liberale bürgerliche Freiheitsrechte einräumte.

Autor

Falko Schilling, geb. 1962, nach Theologiestudium in Naumburg und Halle Tätigkeiten als Vikar, wiss. Mitarbeiter an der Theologischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (1992–1996), Pfarrer (1998–2009) und Superintendent (2010–2012).