Lenzyn, Peter: Im grünen Raum von Saint-Leu

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Verkaufspreis12,95 €

Beschreibung

Peter Lenzyn
Im grünen Raum von Saint-Leu
Roman

176 S., KlBr. , 130 × 200 mm
ISBN 978-3-95462-781-3

Erschienen: Januar 2017

 

Was kann eine Welle aus Dir machen?

Der scheinbar namenlose Ich-Erzähler, Fotograf für die Pariser Hochglanzpresse, ist als solcher Augenzeuge eines der berüchtigtsten Unfälle des 20. Jahrhunderts geworden. Im Alma-Tunnel hat er die sterbende Prinzessin im Autowrack gesehen. Um der anschließenden Hetze auf die Paparazzi zu entgehen, kehrt er zurück nach La Réunion, jene französische Insel im Indischen Ozean, auf der er einige Jugendjahre verbrachte. Hier hat er damals das Surfen erlernt; die Wellen zu lesen, sich ihnen hinzugeben, sie zu beherrschen. Auf sich selbst zurückgeworfen, taucht der Protagonist ein in seine Vergangenheit, erzählt vom Surfen als Weltanschauung, von Anpassung und der Suche nach einem eigenen Weg, von Voyeurismus und dem Fotografieren als Kunst.

Autor

Peter Lenzyn, geb. 1971, studierte Betriebswirtschaftslehre und Neuere Deutsche Literaturwissenschaften. Er verbrachte viele Jahre in der großen Stadt Paris, auf der kleinen Insel La Réunion und in den hohen Wellen des Indischen Ozeans. Die auch mit dem Fotoapparat gesammelten Eindrücke haben ihn dazu bewegt, dieses Buch zu schreiben.

Leseprobe

Ich hatte anfangs wirklich geglaubt, Abasse einfach fragen zu können, ob er mich mit nach Saint-Leu nehmen würde, er könnte mir zeigen, wie ich die Welle nehmen müsste und so weiter. Ich sah ihn in Les Aigrettes surfen und wartete am Strand darauf, dass er herauskommen würde und ich ihn ansprechen könnte. Das war, als ich mit meinen Eltern gerade nach La Réunion gekommen war und noch gar nicht richtig surfen konnte.
Abasse surfte in Les Aigrettes mit seinem regenborgenfarbenen Surfbrett, das er sich bei Mark Richards in Australien gekauft hatte. Abasse hatte wahnsinnig dicke Oberschenkel – und alle sagten, er schneiderte sich seine Surfshorts wegen dieser dicken Oberschenkel selbst. In jedem Fall wusste er die Muskeln darin einzusetzen, denn er surfte in einer tiefen Hockstellung, aus der heraus er kraftvolle Wenden und hohe Sprünge machte. Wenn Abasse das Wasser pflügte, war sein Gesicht immer wutverzerrt, seine Augen waren weit aufgerissen, sie sprangen fast aus den Höhlen, immer fletschte er die zusammengebissenen Zähne, und fast jeder Ritt endete damit, dass er laut fluchte, aufs Wasser schlug und sich nach jemandem umschaute, dem er die Schuld für irgendetwas geben konnte, das ihm nicht gelungen war.

PRESSESTIMMEN

»Ein wunderbares Buch voller Abenteuer und Erlebnisse. Eine absolute Empfehlung von uns für die Zeit, wenn es mal gerade keine surfbaren Wellen gibt.«
Katharina Körfgen, saltysouls.de, 4. Mai 2017

»Warum sollte ich das Buch unbedingt lesen? Weil es alle Zutaten für eine spannende Lektüre erfüllt: Kriminalfall (Haben die Paparazzi wirklich Prinzessin Diana auf dem Gewissen?), exotische Location (eine Insel mitten im indischen Ozean), spannende Charaktere und natürlich unser aller Lieblingsbeschäftigung, Surfen.«
Melanie Schönthier-Bernhard, Prime Surfing Magazine, März 2017, S. 20

»Eine Geschichte, die so mitreißend, leicht und zugleich tiefgründig wie eine Brandungswelle ist.«
Ulrich Baron, buchjournal, Ausgabe 2/2017

»Eine Geschichte, die wie wild den Wellen hinterherjagt und den Gedanken hinterlässt, dass wir uns viel öfter fragen sollten, was wir wirklich vom Leben wollen.«
Verena Simon, schreibstation.wordpress.com, 03. Juni 2017

»Hochgradig spannend und ein Surfroman, wie es ihn wahrscheinlich kein zweites Mal geben wird!«
Heidi Günther, meerdavon.com, 01. Juli 2017

"Lenzyn schreibt locker, rasch, pointillistisch in jedem Sinn, es sind nicht allein Tupfer, die ihm gelingen, sondern wirkliche Pointen. So wird, was ein Jugendbuch hätte werden können, ein Buch für Erwachsene, grundiert mit Melancholie. Bücher wie dieses stellen die Frage nach der Gesellschaft, nach dem falschen Leben im richtigen, bohrend, mit einer Art von hellsichtigem Charme, der weggeht, wenn man Thesen aus ihnen strickt."
Ulrich Schödlbauer, globkult.de, 30. Oktober 2017