Apelt, Andreas H.: Pappelallee

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Verkaufspreis17,95 €

BESCHREIBUNG

Andreas H. Apelt
Pappelallee
Roman

304 S., geb., 130 x 200 mm
ISBN 978-3-95462-327-3

Erschienen: September 2014

 

Prenzlauer Berg 1989 – ein Insider-Roman über das Ende eines Zeitalters

Berlin-Prenzlauer Berg im Jahr 1989. Ein neues Zeitalter kündigt sich an. Unaufhaltsam.
Die Bewohner eines alten Mietshauses in der Nähe der berühmten Gethsemanekirche haben sich im real existierenden Sozialismus eingerichtet. Getschmar, der Hausbuchführer, die angepassten Frenzels, die »Hexe« Jankowitz und ihr Liebhaber Stolten, dessen Frau seit dem Krieg ohne Beine im Bett liegt. Ihr Leben in den letzten Monaten vor dem Mauerfall ist symptomatisch für ein vom Untergang gezeichnetes Land.
Nur drei junge Leute stören den vermeintlichen Frieden. Ottmar, der Pfarrersohn aus der Niederlausitz und Theologiestudent, Hülsmann, der Kulissenschieber und Dichter, und Reinhard Voss, der Ausreiseantragsteller. Mit der Hausgemeinschaft sind sie auf mannigfaltige Weise verbunden. Sie halten den Kontakt zur »Außenwelt« der Hinterhöfe, Kneipen und Szenecafés.
In diesem Roman spiegelt sich die Dramatik des Revolutionsherbstes in den Seelen der kleinen Leute, deren Mut einen Staat und eine große Mauer zum Einsturz brachte.

Autor

Andreas H. Apelt, geb. 1958, Schriftsteller und Publizist, lebt seit 1977 in Berlin-Prenzlauer Berg, studierte Geschichte und Germanistik, Promotion in Politikwissenschaft. Zuletzt erschienen der Hiddensee-Roman »Ende einer Reise« (2012) und die Anthologie »Hiddensee – die Insel der Anderen« (2012).

PRESSESTIMMEN

»Eine große Figurenfülle ist um ihn [den Protagonisten] herum gruppiert, die Apelt virtuos beherrscht und auf den Höhepunkt der Revolution hinführt.«
Michael G. Fritz, Dresdner Neueste Nachrichten, 29. Oktober 2015

»Apelt zeichnet anhand der Bewohner eines Mietshauses ein illusionsloses Endzeitbild.«
Ida Kretzschmar,  Lausitzer Rundschau, 13. Dezember 2014

»Mal lakonisch, mal sarkastisch, mal zornig, mal erheitert, dabei leicht nostalgisch schildert Apelt das Damals akribisch im Detail, vor allem atmosphärisch dicht, erinnert daran, wie jene, die von ihr träumten, dann von der ›Wende‹ doch ziemlich unvorbereitet getroffen wurden. Ein Stück lebendiger Zeitgeschichte.«
Erhard Schütz, Das Magazin, Januar 2015

»Die Kiez-Geschichte von der ›Pappelallee‹, die Apelt erzählt, hat viele schöne Momente. Er findet Zeilen wie diese: ›Prenzlauer Berg! Hier gehen die Uhren anders … Die Zeit verkriecht sich in den Hinterhöfen der Mietskasernen. Nur um stillzustehen. Denn da findet weder die Sonne noch der Fortschritt hin.‹«
neues deutschland, 22. November 2014

»Apelts lakonische Sprache passt gut zum Fatalismus der Geschichte.«
Juliane Wiedemeier, Prenzlauer Berg Nachrichten, 21. November 2014

»›Pappelallee‹ ist ein ruhiger Roman, der mit ganz viel Einfühlungsvermögen für die verschiedenen Charaktere die letzten Tage der DDR im ’Bohème-Kiez’ Prenzlauer Berg schildert. Mit viel Liebe zum Detail baut der Autor eine Atmosphäre zwischen Unbehagen über das abstruse System und ’wir kennen es ja nicht anders’-Schulterzucken auf – das ist gleichermaßen beklemmend wie irgendwie gemütlich.«
Fräulein Julia, Kulturjournal, 29. Oktober 2014

»Ein unaufdringlicher, leiser Roman, der punktuell Ereignisse dieses wichtigen Jahres erhellt.«
Eleonore Gottelt, ekz.Bibliotheksservice, 2014/45