Gosse, Peter: Wohltemperiertes Brevier

PDFDrucken

Verkaufspreis16,00 €

BESCHREIBUNG

Peter Gosse
Wohltemperiertes Brevier
Die 111 Gedichte

184 S., geb.
ISBN 978-3-89812-631-1

 

Die Bilanz des dichterischen Schaffens des bekannten Leipziger Lyrikers

Mit diesem Buch zieht Peter Gosse, einer der Köpfe der »Sächsischen Dichterschule«, die Summe seines dichterischen Schaffens. Die Auswahl veröffentlichter wie unpublizierter Gedichte gewährt, dank der chronologischen Anordnung, Einblick in Wandel und Wandlungen des Sachsen.

autor

Peter Gosse, geb. 1938, lebt in Leipzig; Dozent für Lyrik und kommissarischer Direktor am Literaturinstitut Johannes R. Becher, Vizepräsident der Sächsischen Akademie der Künste, P.E.N.-Mitglied; er veröffentlichte Lyrik, Prosa und Essays.

Pressestimmen

»Ein außerordentlich inspirierender Band mit wohltuenden und herausfordernden Gedanken.«
Der Medienbrief, 1/2010

»Peter Gosse spielt mit Gedanken, Bildern, Sprache. Man merkt ihm die Lust am Hervorbringen an und am Mitteilen seiner Beobachtungen, Gefühle und Überlegungen. Die Gedichte schlagen oft scharfe Bögen, selbst der Alltag gewinnt Schwung. Mit ganz eigenem Ton ergreift Gosse die klassischen Themen der Dichtung: Liebe, Tod, sächsische Heimat und Reisen, Dialog mit lebenden und toten Künstlern, die Unmöglichkeit eines Paradieses auf Erden, die atemberaubende Schönheit der Welt, solange man sie hat. Unzutreffend für Gosse ist das Vorurteil, Lyriker schrieben nur von ihrem Leid. Lebensfreude ist, was ihn zur Hochform bringt. Und wie plausibel, ja geradezu appetitlich, sind seine erotischen Gedichte. Die Grundstimmung ist ein reich instrumentiertes Orchester, das einer kräftigen, klugen Stimme Raum gibt.«
Sächsische Zeitung, 9. Juli 2009

»Peter Gosse nimmt seine Leser mit in die Antike, reist mit ihnen durch Europa, lässt sie teilhaben an seinen Gedanken über Musik und Kunst, erinnert an Freunde und Vorbilder. Das geschieht voller Sprachgewalt und einem Hang zum Außergewöhnlichen. Gosse entdeckt seltene, fast vergessene Worte, verweigert sich fragwürdigen Modernismen. So entstehen wunderschöne Bilder und einprägsame Vergleiche.«
Leipziger Volkszeitung,15. Januar 2010

»Das Wortspiel zu den Klavierstücken Johann Sebastian Bachs bleibt bei Gosse nicht nur Spiel, sondern charakterisiert seine Dichtung, die viele Tonarten anzustimmen vermag. Leittöne dominieren, Zwischentöne mischen sich unter, schwingen mit. Da die Gedichte nicht chronologisch angeordnet sind, wird der Eindruck von Gleichzeitigkeit, historischer Gleich-Gültigkeit erzeugt, wie in einem Chor, indem die Stimmen miteinander verschmelzen. Spannen zwischen Räumen und Zeit, zwischen Liebe (Zeugung) und Tod werden aufgehoben. Gosse bleibt Betrachter, beobachtet präzise, legt Zustände frei. Wobei in seiner Lyrik häufig eine feine Ironie, ein verschmitztes Lächeln mitschwingt. Das gilt auch für seine politische Dichtung, die zumeist aus den 1970er und 80er Jahren, der DDR-Gegenwart, stammt.«
SIGNUM, Winter 2010