Gilfert, D./Bartsch, W.: Strich und Faden

PDFDrucken

Verkaufspreis100,00 €

Beschreibung

Dieter Gilfert/Wilhelm Bartsch
Strich und Faden

96 S., Ln, durchgängig illustriert
ISBN 978-3-89812-665-6

Vorzugsausgabe mit einem gerahmten Aquarell von Dieter Gilfert
Aquarell ca. 14 x 10 cm (Rahmen ca. 26 x 32 cm)

Nur beim Verlag erhältlich!

 

»Der Botaniker Curt Sprengel
lutscht von unten jetzt am Stängel«

Ein Stadtrundgang der anderen Art. Mit kurzen, prägnanten Texten und ironischen Illustrationen versuchen Wilhelm Bartsch und Dieter Gilfert Vergangenheit und Gegenwart in der Saalestadt Halle zu verknüpfen. Dabei kommen immer wieder Personen ins Spiel, die mit Halles Historie untrennbar verbunden sind: von Georg Friedrich Händel bis Joseph von Eichendorff, von Max Hölz bis Hans-Dietrich Genscher.

dichter

Wilhelm Bartsch, 1950 in Eberswalde in der Mark Brandenburg geboren. Abitur, Rinderzüchter, Philosophiestudium in Leipzig, später dort Sonderkurs am Literaturinstitut, noch später auch Gastdozent. Er arbeitete 1973–1976 in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) als Korrektor und Rotationsarbeiter und lebt seit 1976 in Halle (Saale), wo er u. a. Dramaturg, Heimerzieher, Postfacharbeiter und Nachtwächter war.
Der seit 1986 freiberufliche Schriftsteller erhielt für seine Veröffentlichungen – Gedichte, Kinderbücher, Erzählungen, Sachbücher, Künstlerbücher, Hörspiele, Essays, Herausgaben, Visuelle Poesie, Nachdichtungen – zahlreiche Auszeichnungen, u. a. Brüder-Grimm-Preis 1987, Walter-Bauer-Preis 2000, Wilhelm-Müller-Preis 2007.

Illustrator

Dieter Gilfert, 1953 in Landsberg im Saalkreis geboren. Studium an der Hochschule für industrielle Formgestaltung, Burg Giebichenstein Halle im Fachbereich Malerei/Grafik.
Seit 1978 lebt und arbeitet er freiberuflich in Halle (Saale). Seither zahlreiche Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland, mehrere Buchillustrationen, Beteiligung an Künstlerbüchern, Künstlermappen und Preise bei künstlerischen Wettbewerben. Viele seiner Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.

Leseprobe

Mond und Sterne

Noch immer ankert manchmal nachts
ein Segelschiff bei den fünf Türmen,
und Käpt’n Mond im Krähennest
lässt, wenn es windstill ist, das Reffen
und Fracht und Segelpracht verdämmern.

Ich sah ihn schon an Land, am Fluss gehn,
als Lampion durch Eberts Bilder,
und einmal jährlich, wenn die Sterne
unzählig auch hier unten blühn
und manche klingen, kehrt er wieder.

Die »Eichendorff«, die »C. D. Friedrich«
entladen Nachtigallen und den Flieder …

Das gepanzerte Nashorn

Das Nashorn stampft durch Wald und Aue
mit hochgewölbter Augenbraue.
Sein Äuglein – wie beim Wal – blickt gut.
Doch kennt ein Nashorn auch die Wut!
Es geht zur Disco auf vier Stampfern,
die Kerls da können gleich abdampfern.
Das Nashorn kriegt die beste Braut,
wenn es den Saal zusammenhaut.
Dann kreiseln seine Öhrchen schnell
und seufzt es froh im panzerfell.
Sein Schwänzlein kreiselt noch viel schneller,
weil es pilot wird mit propeller.
Und unterm Bauch hängt eine Quaste
Mit zarter Zukunfts-Nashorn-paste,
wer je das Nashorn nicken sah,
der weiß, da bebt ganz Afrika!
Das Nasenhorn als Rammbock kracht
dem Feind ins Hirn und ins Gemacht.
Sein Mundgeruch ist stark und friedlich.
Meist lächeln Nashorns Lippen niedlich.

Zur Vorzugsausgabe

Vorzugsausgaben zum Auswählen:

gott.jpg

Dieter Gilfert | Gott | 24,0 x 30,0 cm

katzenzungen.jpg

Dieter Gilfert | Katzenzungen | 24,0 x 30,0 cm

napoleon.jpg

Dieter Gilfert | Napoleon | 24,0 x 30,0 cm

knochenfreund.jpg

Dieter Gilfert | Knochenfreund | 24,0 x 30,0 cm