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Abrahams-Sprod, M.: »Und dann warst du auf einmal ausgestoßen!«
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Abrahams-Sprod, M.: »Und dann warst du auf einmal ausgestoßen!«

Preis: 34,00 €

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Michael E. Abrahams-Sprod
„Und dann warst du auf einmal ausgestoßen!“
Die Magdeburger Juden während der NS-Herrschaft
Im Auftrag der Landeshauptstadt Magdeburg herausgegeben von Maren Ballerstedt, Peter Petsch und Matthias Puhle
Magdeburger Schriften, Bd. 4
Zugl. Diss., Univ. Sydney 2006

416 S., geb., mit s/w-Abb.
ISBN 978-3-89812-842-1

Der vierte Band der »Magdeburger Schriften« dokumentiert das Leben und die Zerstörung der jüdischen Gemeinschaft Magdeburgs zwischen 1933 und 1945. Als erste umfassende wissenschaftliche Arbeit zu dieser Gemeinschaft während der Zeit des Nationalsozialismus leistet die Studie einen Beitrag sowohl zur regionalen Historiographie des deutschen Judentums als auch zur Historiographie der Schoah in Deutschland. In beiderlei Hinsicht ermöglicht sie ein besseres Verständnis des jüdischen Lebens in Deutschland während der Zeit des Nationalsozialismus.
Der Ausgangspunkt der Arbeit Anfang 1933 erlaubt einen umfassenden Blick auf die Gemeinschaft unmittelbar vor der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten. Die Arbeit analysiert im Folgenden die sich dramatisch zuspitzenden Ereignisse, die letztendlich zur ihrer Zerstörung führten. Das Leben der jüdischen Gemeinschaft Magdeburgs in der Öffentlichkeit und im Privatbereich wird von der Errichtung der NS-Diktatur 1933 bis zum April 1945, als nur eine Handvoll Juden die Befreiung der Stadt erlebten, untersucht. Die Arbeit nutzt für die Rekonstruktion dieses Zeitabschnitts sowohl Archivmaterial als auch Oral History. Sekundärliteratur wurde in hohem Maße berücksichtigt und zum Vergleich sowie als Referenzmaterial benutzt.
Die Arbeit interpretiert und betrachtet den Zeitabschnitt aus einem im Wesentlichen jüdischen Blickwinkel. Das bedeutet, dass sich diese Arbeit durch die Aufzeichnung der Erlebnisse der Magdeburger Juden nahezu ausschließlich darauf konzentriert, wie diese Menschen unter den sich verschlechternden Bedingungen lebten und sich ihnen stellten. Großes Augenmerk wird dabei auf das Verhalten und die Reaktion in Schlüsselmomenten der Prozesse fortschreitender Entrechtung, Ausgrenzung und der letztendlichen Vernichtung gerichtet. Die Darstellung berücksichtigt auch, wie und warum Juden die Entscheidung trafen, ihre Heimat zu verlassen, und wie sie die Ausreise erlebten. Im letzten Kapitel zum Leben der Gemeinschaft wird untersucht, wie die Mehrheit jener Juden, die zurückblieben, die letzten Jahre der Erniedrigung und Stigmatisierung durchstand. Fast alle kamen ums Leben, nachdem man im April 1942 mit der Umsetzung der »Endlösung« in Magdeburg begann. Der Epilog dieser Arbeit zeichnet die Erlebnisse jener auf, die in der Stadt blieben und von denen einige überlebten, um ihre Geschichte zu erzählen.

Der Autor
Dr. Michael E. Abrahams-Sprod, geb. 1964, Historiker, Linguist, Autor und Lehrer/Dozent im Sekundar- und Hochschulbereich sowie in der Erwachsenenbildung; Studium an der University of New South Wales, Sydney, und an der University of Sydney, 1987 Bachelor of Arts in Russisch, Deutsch und Französisch, 1988 Graduate Diploma in Fremdsprachendidaktik, 1993 Master of Arts in Germanistik, 2007 Promotion. Dr. Abrahams-Sprod lehrt Jüdische Geschichte, Holocaust- und Genozidforschung sowie Israelstudien am Department of Hebrew, Biblical and Jewish Studies an der The University of Sydney und an der School of History and Philosophy an der University of New South Wales, er ist Präsident der Australian Association of Jewish Studies, Träger und Empfänger verschiedener nationaler und internationaler Auszeichnungen und Stipendien; zahlreiche Veröffentlichungen zur deutsch-jüdischen Geschichte; Konferenzbeiträge, Forschungsarbeit, Vorlesungen und Seminare in Australien und im Ausland.

Pressestimmen

»Auf mehr als 400 Seiten dokumentiert der australische Historiker Michael Abrahams-Sprod von der Universität Sydney das Alltagsleben von Menschen mosaischen Glaubens in Magdeburg. Wissen wollte Abrahams-Sprod, wie es war, wenn Frauen zum Einkaufen gingen oder mit welchen Gedanken jüdische Beamte ihren Rauswurf aus der öffentlichen Verwaltung erlebten. Im April 1942 begann die größte Deportation von Magdeburger Juden ins Warschauer Ghetto. Aus dieser Zeit entdeckte der Wissenschaftler Briefe und Postkarten, konnte so den Weg der Opfer und ihre Gefühle nachvollziehen. 15 Überlebende des Holocaust machte er schließlich ausfindig, besuchte sie und führte weit mehr als 60 Stunden Interviews. Abrahams-Sprods Dissertation beginnt dort, wo Forschung in der Vergangenheit aufhörte.«
Generalanzeiger, 22.Februar 2012

 







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Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 21 September 2014 12:04

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