Schmidt-Joos, Siegfried: Die Stasi swingt nicht

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Verkaufspreis29,95 €

Beschreibung

Siegfried Schmidt-Joos
Die Stasi swingt nicht
Ein Jazzfan im Kalten Krieg
Erinnerungen und Ermittlungen

608 S., geb., 145 × 210 mm, s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-761-5

Erschienen: September 2016

 

Siegfried Schmidt-Joos, geb. 1936 in Gotha, war zehn Jahre lang Kulturredakteur beim »Spiegel«, initiierte das bahnbrechende »Rock-Lexikon« und schrieb zahlreiche Bücher über Jazz, Rock und Pop. Schon als Teenager mit dem Swing-Virus infiziert, leitete er als Student in Halle eine Jazz-Arbeitsgemeinschaft in der FDJ und arbeitete nach seiner Flucht 1957 für ein Jazz-Magazin, das von der CIA finanziert worden war. Sein packender Bericht über den Kalten Krieg mit der swingenden Musik sowie über die Rezeption des Jazz in zwei deutschen Diktaturen und in der frühen Bundesrepublik vermittelt erstaunliche Einblicke in die gesellschaftlichen Zustände jener Zeit.

Autor

Siegfried Schmidt-Joos, geb. 1936, 1954–1957 Studium Germanistik, Philosophie, Pädagogik und Musikwissenschaft in Halle (Saale), 1957–1959 Studium Kulturwissenschaften in Frankfurt am Main bei Adorno, Horkheimer, Walter Höllerer und Carlo Schmid, redaktionelle Mitarbeit an der Jazz-Zeitschrift »schlagzeug«, 1959–1968 Jazzredakteur bei Radio Bremen, Redakteur des »jazz-echo« im »Gondel«-Magazin, 1968–1978 Kulturredakteur beim Nachrichtenmagazin »Der Spiegel«, 1979–1987 Abteilungsleiter Leichte Musik bei RIAS Berlin, 1987–2001 Abteilungsleiter Unterhaltungsmusik/Pop/Jazz beim Sender Freies Berlin, seit 1993 Musikchef der Stadtwelle SFB 88.8, zuletzt des RBB-88.8-Abendprogramms, seit 2001 freier Publizist.
Autor und Herausgeber diverser Publikationen zu zeitgenössischer populärer Musik, u.a. »Charlie Parker« (1959), »Jazz – Gesicht einer Musik« (1960), »Idole« (9 Bde., 1984–1987), »Rock-Lexikon« (mit Barry Graves, 1973, 1975, 1990), »Rock-Lexikon« (mit Bernward Halbscheffel, 1998), »Pop-Lexikon« (mit Wolf Kampmann, 2002), »My Back Pages. Idole und Freaks, Tod und Legende in der Popmusik« (2004), »Rock-Lexikon« (mit Wolf Kampmann, 2008).

PRESSESTIMMEN

»Dieses Buch ist eine spannende Mischung aus Autobiographie und der Jazz-Geschichte im 20. Jahrhundert.«
Torsten Unger, Kultursendung Marlene, 16. Februar 2017

»Das Buch zeigt auf, wie die Faszination durch den Jazz ein Leben unauslöschlich prägen kann«
Matthias Spindler, Mannheimer Morgen, 19. Januar 2017

»Es ist die unerzählte Geschichte einer vergessenen Jugendrebellion mit, durch und für Musik, die der später als Herausgeber von Rock-Lexika berühmte Siegfried Schmidt-Joos in seinen Lebenserinnerungen „Die Stasi swingt nicht“ erinnert.«
Steffen Könau, Mitteldeutsche Zeitung, 10.Januar 2017 

»Schmidt-Joos zeigt sich als begnadeter Erzähler, dem es insbesondere gelingt, seinen Lesern viele der Macher jener Jahre mit sehr persönlichen Erinnerungen näherzubringen[…]«
Wolfram Knauer, Jazz News 38, Dezember 2016

»Höchst anregend.«
Ingo Langer, Die Tagespost, 29. Oktober 2016

»Schmidt-Joos schlägt einen großen Bogen bezüglich der Rezeption des Jazz und dessen freien Geist von den Anfängen in New Orleans über die Schwierigkeiten während der Naziherrschaft in Deutschland bis hin zur schizophrenen Wahrnehmung politisch inkompetenter Verantwortlicher der ehemaligen DDR.«
Detlef A. Ott, Jazzpodium, Oktober 2016, 65. Jahrgang

»Ein Zeitdokument der deutschen Kulturgeschichte.«
Hans Hielscher, Spiegel Online, 25. September 2016

LESERSTIMMEN

»Siegfried Schmidt-Joos erzählt die Geschichte des Jazz in einer brillanten Mixtur aus persönlichem Erleben und verblüffenden Funden aus bisher übersehenen Quellen.«
Prof. Manfred Eichel (Kulturjournalist)

»Bis heute gibt es keine fundierte Darstellung des Jazz in der DDR vor dem Mauerbau. Niemand konnte ein solches Vorhaben besser bewältigen als Schmidt-Joos, denn er ist der letzte kompetente Zeitzeuge, einer der Macher aus jenen Jahren.«
Hans Hielscher (Autor, „Spiegel Online“)

»Schmidt-Joos schreibt so lebendig wie persönlich, bringt Fakten und eigene Betroffenheit auf eine Weise zusammen, die mir als Leser das Gefühl vermittelt, seine Erlebnisse als eigene verbuchen zu können.«
Dr. Wolfram Knauer (Direktor des Jazzinstituts Darmstadt)

»Es ist hochinteressant und wichtig für die heutige und die Nachwelt.«
Uschi Brüning (Sängerin)

»Das Buch schließt eine empfindliche Lücke in der historischen Perspektive der deutschen Jazzgeschichte.«
Dr. Bernd Hoffmann (Musikwissenschaftler und Jazz-Redakteur des WDR)

»Die damalige Zeit wurde für mich beim Lesen wach, die geistigen, die politischen, die intellektuellen Auseinandersetzungen leuchteten auf.«
Bert Noglik (Jazz-Publizist und Festival-Kurator)

»Eine Schatzkammer des kulturellen Gedächtnisses.«
Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung)

»Ich bin, wie man heutzutage sagt, total „geflasht“: in seiner Mischung aus Biographischem, Musikgeschichte und Politik ein wahnsinnig facettenreiches und fesselndes Buch!«
Ekki Fleischhammer (Sonorama Records)

»Er hat mir an vielen Stellen aus der Seele gesprochen. Ich konnte nicht aufhören zu lesen.«
Ernst-Ludwig Petrowsky (Jazzmusiker)

»Ein optimistisches Buch, das deutlich macht, dass Unfreiheit und Unrecht auf Dauer keine Chance haben«
Jörg Konrad, KultKomplott.de, 28. November 2016