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Hübner, Ivonne: Elbmöwen

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Verkaufspreis16,00 €
Produkt Verfügbarkeitsdatum: 05.06.2018

Ivonne Hübner
Elbmöwen
Historischer Roman

400 Seiten, Broschur, 135 × 210 mm
ISBN 978-3-96311-055-9

ET: Juni 2018


Aus der Zeit der biedermeierlichen Allesliebe

Dresden, 1840. Der Damastwebergeselle Balthasar gelangt in die turbulente Residenzstadt Dresden, um an der Kunstakademie die Mustermalerlizenz zu erwerben. Ihn spült es anstatt ins Studentenquartier in ein Freudenhaus, wo er sich sein Zimmer verdient. Dem ­Eigenbrötler werden von Professoren und Mitstudierenden Steine in den Weg gelegt. Doch ein ominöser Unbekannter hilft ihm durch drei Jahre strengen Reglements. Während Balthasar sich in den Luftikus Nikolaus und danach in dessen Schwester Antonia verliebt, ahnt er nicht, dass er deren biedermeierliche Ordnung völlig durcheinanderbringt. Ausgerechnet im Puff, unter majestätischem Zwielicht, werden die größten Ideen geboren …
Eine grandios verquickte Dreiecksgeschichte über die Beengtheit des Biedermeiers und der Sehnsucht, ihr zu entkommen.
Ivonne Hübner studierte Germanistik, Kunstpädagogik und Erziehungswissenschaften in Leipzig und Potsdam. Sie kehrte über Umwege nach Berlin, Potsdam und Osaka in die Heimat der Niederschlesischen Oberlausitz zurück, wo sie mit ihrer Familie lebt. »Elbmöwen« ist ihr siebenter Roman und der zweite Teil ihrer Damastweberreihe.
»Ihr Bruder hat mich erpresst.« Wieder lacht sie auf. Sie fühlt sich so frei in seiner Nähe, das hätte sie nie und nimmer für möglich gehalten. Aber, was es für eine erpresserische Intrige war, die Balthasar Weber hierhergebracht hat, erzählt er ihr nicht.
Der, über den sie gerade gesprochen haben, prescht durchs Unterholz wie ein vom Wolf gehetztes Reh. Ganz außer Atem beäugt er missmutig, wie seine Schwester und Balthasar da nebeneinander vor dem Altar stehen. »Ich suche dich überall! Verdammt! Was machst du hier?« Wen von beiden Nikolaus meint, kann Antonia abrupt nicht sagen. Ihr Bruder zwängt sich zwischen sie und Balthasar und schimpft vor sich hin. »Antonia, von Stukken wartet auf dich. Ihr wart zum Tennis verabredet. Was für eine Blamage!«
Antonia versucht sich zu entschuldigen, aber Nikolaus will gar nichts hören. Er fasst sie unsanft am Arm und führt sie aus der Ruine, Balthasar nebenher. Er und sie tauschen einen verschwörerischen Blick.
»Und du? Ich dachte schon, du bist doch nicht hergekommen!«, mault Nikolaus jetzt an Balthasar gerichtet. Dieser legt versöhnlich seinen Arm um die Schulter des anderen. Sie tauschen Blicke, die Antonia nicht zu deuten vermag. Als Nächstes wuschelt Balthasar ihrem Bruder versöhnlich über den Kopf. Nikolaus schmollt.