Paris, Robert: Entschwundene Stadt. Berlin 1980-1989

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Verkaufspreis24,95 €

BESCHREIBUNG

Robert Paris
Entschwundene Stadt
Berlin 1980–1989
Bildband

128 S., geb., 220 x 270 mm, Duoton-Abb.
ISBN 978-3-89812-998-5

 

In den achtziger Jahren zieht der Fotograf Robert Paris durch die verfallenen Straßen Ostberlins. Der Potsdamer Platz ist verwaist und öde. Die Ecke Fehrbelliner Straße und Schönhauser Allee wird geschleift, ringsum bröckeln die Fassaden. Bahnhöfe sind menschenleer, Fenster blind, Türen vernagelt. Er fotografiert das alte Gaswerk in der Dimitroffstraße vor, während und nach der Sprengung.
Robert Paris liebt und trauert um dieses Berlin. Um sich seine Stadt zu bewahren, werden Häuser, Straßen und urbane Landschaften zu Modellen, die er in einer seltenen Konstellation aus Wehmut und Nüchternheit porträtiert. Dabei verweist die Vergänglichkeit seiner Welt in den Bildern auf die Endzeit und den nahenden Infarkt des DDR-Systems.

fotograf

Robert Paris, geb. 1962, Lehre als Tischler, Lehre als Fotograf und Laborant bei seiner Mutter Helga Paris. Er lebt heute in Indien. Ausstellungen u.a.: Kreiskulturhaus, Berlin-Treptow 1984, Junge Fotografen, Dresden 1985, Pitti Imagine, Florenz 1990, Goethe-Institut, Rotterdam 1992, Kulturbrauerei, Berlin 1995, Goethe Institut, Neu Delhi 1999, Brotfabrik, Berlin 2004, Staatsgalerie Prenzlauer Berg, Berlin 2012.

Pressestimmen

»Wie viele andere durchstreifte RP die bröckelnde Ost-Hauptstadt auf der Suche nach Sinn, Orientierung und natürlich revolutionärem Spaß. Wer wollte, konnte unter herabfallendem Putz und 40 Jahre alten Häuserkampfspuren das Herz der Weltstadt erahnen, meist kurz bevor Plattenbau- bzw. später Konsumtempelwahn für zügigen Abriß sorgten. Aber auch die Tristesse des grauen Ostens entsteigt den in diesem Band bestens reproduzierten SW-Fotos. Und eine ungewöhnlich große Einsamkeit, die auch Annnett Gröschner in ihrem Begleittext aufgreift.«
Karsten Zimalla, Westzeit, 1. Juli 2013

»Die unmittelbare Wirkung der Schwarz-Weiß-Fotografien hat etwas Erschütterndes, mitunter auch Melancholisches. Die Motive fügen sich zu einer beklemmenden Zeitreise; für den Fotografen aber sind sie eine Liebeserklärung an eine Stadt, die es in dieser Form nicht mehr gibt.«
Andreas Thiemann, Westfalenpost, 4. Mai 2013

»Dies ist Kunst gewordene Sehnsucht nach einer entschwundenen Stadt. Die Häuser sind inzwischen überformt, geschönt. Die Bilder bleiben. Als melancholische Momentaufnahmen einer scheinbar ewig vergangenen Zeit.«
Anne Hahn, Weltexpress, 31. März 2013