Liebe, Joachim: Vergessene Sieger. Jahre danach

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Verkaufspreis24,95 €

BESCHREIBUNG

Joachim Liebe
Vergessene Sieger
Jahre danach

160 S., geb., 220 x 270 mm, Farb- und s/w-Abb.
ISBN 978-3-95462-489-8

Erschienen: März 2015

 

Deutscher Fotobuchpreis: Nominiert 2016

Auf den Spuren der Sowjetarmee in Ostdeutschland - was war, was ist geblieben

Zwischen 1991 und 1994 zog die damalige russische Besatzungsmacht mehr als 500.000 Menschen samt Material aus dem Gebiet der früheren DDR ab. Am 25. Juni 1994 wurden sie mit einer Militärparade in Berlin offiziell verabschiedet.
Joachim Liebe hat den Abzug mit seiner Kamera festgehalten. Er war in den Kasernen und porträtierte Soldaten und Offiziere, und er dokumentierte Jahre später, was von der Roten Armee geblieben ist – leer stehende Gebäude, verwitternde Propagandaplakate, aber auch bis heute gepflegte und besuchte Grabmale auf den Militärfriedhöfen. Mit seinen Fotografien „von symbolischer Bedeutung und Anmutung“ (T. O. Immisch) hält er ein Stück Zeitgeschichte fest und gibt so den „vergessenen Siegern“ über den Nationalsozialismus ein Gesicht, das überdauern kann.
Mit Beiträgen von Gunther Butzmann (Leiter der kommunalen Friedhöfe in der Landeshauptstadt Potsdam), T.O. Immisch (Kurator für Photographie an der Staatlichen Galerie Moritzburg in Halle), Dr. Jörg Morré (Direktor des Deutsch-Russischen Museums Berlin-Karlshorst) und von Friedrich Schorlemmer (Theologe und DDR-Bürgerrechtler).

Fotograf

Joachim Liebe, geb. 1955 in Potsdam, wendete sich nach einer Ausbildung zum Elektriker Mitte der 1970er Jahre der Fotografie zu. Von 1987 bis 1990 studierte er Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Potsdam. Seit 1990 ist er als selbständiger Fotograf für zahlreiche Printmedien und Stiftungen tätig. Daneben arbeitet er an eigenen Projekten und Reportagen.
Liebes Bilder waren in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen. Für seine Arbeiten wurde er mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter der Preis der Internationalen Barnack-Biennale (1996 und 1999) und der Fotojournalisten-Preis des Landes Brandenburg (2000). 1995/96 war Liebe Stipendiat der Käthe-Dorsch-Stiftung. Im Jahr 2014 erhielt er ein Aufenthaltsstipendium für das Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Joachim Liebe lebt und arbeitet in Potsdam.

PRESSESTIMMEN

»Wehmut schwingt in Joachim Liebes Fotos mit. Denn er weiß, dass es deren Väter und Großväter waren, die Deutschland 1945 befreiten. Unter dem Titel ›Meinst du die Russen wollen Krieg‹ steuerte Friedrich Schorlemmer ein Essay zu diesem berührenden Band bei.«
neues deutschland, 21. November 2015

»Ein Stück Zeitgeschichte in Bildern.«
Marina Conrad, OsterlandSonntag Altenburg, 20. September 2015

»Eine einfühlsam fotografierte und zeithistorisch hochinteressante Dokumentation.«
Uwe Stiehler, Märkische Oderzeitung, 1./2. August 2015

»Es ist ein bemerkenswerter Foto-Essay über die aufregende Zeit geworden, als sich die Welt nach dem Ende des Kalten Krieges im Großen so rasant veränderte wie die Lebenswirklichkeit der ehemaligen DDR-Bürger im Kleinen.«
Andreas Montag, Mitteldeutsche Zeitung, 14. Juli 2015

»Sie kamen 1945 als Bezwinger Nazi-Deutschlands. Als die russischen Truppen abzogen, war der Ruhm jedoch schon lange abgeblättert, wie Fotografien von Joachim Liebe eindrucksvoll zeigen.« 
Hagen Eichler, Volksstimme, 29. Juli 2015

»Ein Stück deutscher Zeitgeschichte, welches den Betrachter veranlasst sich mit alten Vorurteilen auseinanderzusetzen.«
Manfred Orlick, HalleSpektrum.de, 26. April 2015

»Dieser Wunderschöne Bildband öffnet die Augen für diese Aspekte der gesamtdeutschen Geschichte.«
Helmut Göbel, Wunderschöne-Bildbände.de, November 2017